2022-04-24 14:49:08 +05:30

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Plaintext

Als die Tochter der Priesterin von Vindagnyr unter diesem weißen Baum geboren wurde,
war das Königreich auf dem grünen Berg von Freude erfüllt, als sie ihren Segen erhielt.
Sicherlich würde der Segen von Sal Vindagnyr ewig währen,
genauso wie der unsterbliche silbergraue Baum, dessen Wurzeln die Erde durchbohrt hatten.
Das war die Hoffnung derer, die die Annalen dieses Bergkönigreichs geschrieben haben.
Diejenigen, die die Erzählungen unzähliger Menschen und Ereignisse aufgezeichnet hatten, glaubten tief in ihren Herzen,
dass die Schönheit und das Können ihrer Prinzessin so ewig und rein wie das Mondlicht sein würden.
Als der Pfahl, der die Welt zu Eis erstarren ließ, plötzlich herabfiel
und sogar dieser Baum davon zerschmettert würde,
nahm dieses Mädchen den am besten erhaltenen Ast
mit dem Gedanken, dem Baum, der einst eine Nation überschattete, neues Leben einzuhauchen.
Doch letztendlich konnte das neu gefundene Leben nicht gedeihen.
Der wie Dolche stechende Schneesturm bedeckte schließlich das Mondlicht wie ein undurchsichtiger Vorhang ...
Lange, lange Zeit später, aber immer noch vor langer Zeit,
als das Todesspiel zwischen dem Drachen der Finsternis und des Windes endlich entschieden war,
als verdorbenes Blut das aschefarbene Tal rot färbte,
erinnerte sich der Baum endlich daran, dass er nicht mit dieser toten Stadt gestorben war,
und so dehnte er seine gierigen Wurzeln in das warme Blut, das das Land durchzog.
Da ein gewisser Jemand eine makellose, blutrote Essenz darübergoss,
erinnerte sich der Baum, der längst hätte sterben sollen, an seine Vergangenheit
und trug eine einzige Frucht als Ergebnis all seiner gesammelten Kraft ...
Für diejenigen, die in meinem sicheren Schatten wohnten, für die Priester, die mich lobten,
für das hübsche Mädchen, das oft mich oft malte,
für all das Glück, das sie nicht besitzen konnten, gebäre ich diese rote, kalte Frucht.
An denjenigen, der für diese giftige Welt Vergeltung leisten kann, soll sie gehen,
er trage meine unschuldigen, bitteren Früchte, wenn er Gerechtigkeit walten lässt.